Parkinson

Idiopathisches Parkinsonsyndrom

= Parkinson’sche Erkrankung

Therapie

Ziel unserer Praxis ist es den Klienten ganzheitlich und individuell zu betrachten. Die Befunderhebung erfolgt dabei in den Bereichen der Funktion, Aktivität und der Teilhabe am Leben. Uns ist es wichtig diese drei Ebenen miteinander zu verknüpfen, um somit Ihre Ressourcen und Fähigkeiten zu stärken und die Alltagsbewältigung und Lebensqualität zu erhalten bzw zu verbessern. Über das COPM einem spezifischen Befundinstrument, erarbeiten wir mit Ihnen gemeinsam Zielstellungen für die Ergotherapie und begleiten und fördern Sie in Ihren Stärken.

Therapieinhalte

  • Therapie nach dem Bobath- Konzept (Muskellockernde Maßnahmen)
  • Therapie nach PNF (spezifische Bewegungsübungen, Training der Koordination, Ausbau der Bewegungsabläufe
  • Beratung und Information (Broschüren, Hausübungsprogramme für ein selbstständiges, eigenverantwortliches Training im häuslichen Umfeld)
  • Feinmotoriktraining mit Hilfe von Übungsprogrammen und handwerklichen Techniken
  • Schreibtraining
  • Gedächtnistraining
  • Alltagstraining
  • FOT- Therapie (Schlucktraining und Mimikübungen)
  • Hilfsmittelberatung

Therapiemedien

  • Therapiekitt
  • Verschiedene therapeutische Spiele
  • Pezziballübungen
  • Wischübungen
  • Hausübungsprogramme
  • Etc.

Allgemeine Tipps

  • Über die Erkrankung sprechen
  • Sich nicht selbst stressen, Zeitplan erstellen für die Aktivitäten des täglichen Lebens
  • Umdenken lernen -> ich darf mich auch verspäten; wenn ich anfange zu zittern, entspanne ich mich erst mal -> solche Aussagen sind besser als sich unter Druck zu setzen
  • Lösungen entwickeln
  • Sich nicht selbst entmündigen und von anderen abhängig machen
  • An sich glauben
  • Maßstäbe korrigieren und die Lebenssituation anpassen
  • Sich mit der Erkrankung arrangieren
  • Sich über die Erkrankung informieren

Wir behandeln folgende Symptome:

  • Akinese (Erstarren), Hypokinese (Bewegungsverlangsamung), Bewegungsarmut
  • Mikrografie (Einschränkung des Schreibens)
  • Rigor/ Steifigkeit (Veränderung des Muskeltonus)
  • Tremor/ Zittern
  • Störung des Gleichgewichtes
  • Gangstörung
  • Veränderungen im Bewegungsmuster
  • Veränderungen im Haltemuster
  • Veränderung im Gangbild
  • Psychische Veränderung und Belastung
  • Dyskinesien (Überbeweglichkeit)

Definition

„Das klassische Parkinson- Syndrom wird nach den sogenannten UK-Brain-Bank-Criteria definiert, d.h. es müssen von den Symptomen Tremor, Rigor, Akinese mindestens zwei von drei vorhanden sein, um die Diagnose zu stellen. Zusätzlich muss eine Verbesserung der Symptomatik durch eine Therapie mit L-Dopa gegeben sein, oder es müssen bereits Überbewegungen, d.h. Dyskinesien, auftreten. (Pia Pohl, 2008)

Was ist die Ursache

Der Prakinson’schen Erkrankung liegt eine kontinuierliche Abnahme bestimmter Substanzen im Gehirn zugrunde (dopaminerger Neuronen in der Substantia nigra).
Es ist jedoch noch nicht bekannt, was den Abbau der Substanzen auslöst. Der Stoff Dopamin ist notwendig um Nervenimpulse zu übertagen, die für die Steuerung von Bewegung zuständig sind. Er ist wichtig, um dem Menschen einen ausgeglichenen Bewegungsablauf zu ermöglichen. Durch einen Mangel an Dopamin entsteht ein Ungleichgewicht mit den anderen Überträgerstoffen im Gehirn, sodass es zur Störung im motorischen Ablauf kommen kann. Eingeschränkt sind sowohl die Willkürmotorik, sowie die automatisierten Bewegungsabläufe.


Quelle

Pohl, P., Brüggemeier, M. (2008). Ergotherapie bei Morbus Parkinson, 1. Auflage. Hrsg.: Schulz-Kirchner-Verlag, Idstein