
Das Therapieprogramm von Prof. Dr. Lauth und Prof. Dr. Schlottke liefert konkrete und differenzierte Anleitungen für die Behandlung von Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern.
Das Training setzt an den individuellen Störungsschwerpunkten des Kindes an und basiert auf vier Therapiebausteinen:
Basistraining: Hier werden ganz bestimmte Fertigkeiten (z.B. genau Hingucken, genau Hinhören) gelernt.
Strategietraining; Hier lernen Kinder, sich bedachter und kontrollierter zu verhalten.
Wissensvermittlung: Hier üben die Kinder, das bisher Gelernte auf die Schulsituation zu übertragen.
Begleitende Elternanleitung: Die Eltern erfahren, wie sie das Kind im Alltag fördern können.
Grundlage ist eine sorgfältige Diagnostik, die auf Beobachtungen des Kindes im Alltag, gezielte Erhebungen mit Eltern, Lehrern und Erziehern, sowie die Therapieplanung beruht.
Die Therapie versteht sich als Entwicklungsintervention, das heißt, die Therapieschwerpunkte zielen darauf ab, die eigenständige Entwicklung eines Kindes zu unterstützen. Hierzu gehören unter anderem folgende Erkenntnisse und Kompetenzen:
Handlungen eigenständig und problemangemessen ausführen (steuern),
ein bedacht-planvolles Herangehen an Aufgaben und Probleme anbahnen,
eigene Handlungsvollzüge möglichst selbstständig zu organisieren,
selbstreflektiv vorgehen (z.B. vor dem Handeln nachdenken, bei Schwierigkeiten innehalten) sowie
ein „sich-selbst-bewusstes-Handeln“ verwirklichen, das sowohl den Fähigkeiten des Kindes, als auch der jeweiligen Anforderung angemessen ist.
(Textinhalt entnommen aus:
Lauth Schlottke „Training mit aufmerksamkeitsgestörten Kindern")