Ergotherapeutische Gruppenbehandlung
in der Praxis für Ergotherapie Hiebl und Schmidt

geeignet für:

  • Kinder von 7 bis 17 Jahren.
  • Vorschulkinder (mit angepasstem Gruppenkonzept aufgrund der kürzeren Konzentrationsspanne)
  • Mädchen und Jungen

Diagnosen:

  • Entwicklungsstörungen
  • Schwäche der Konzentrationsfähigkeit und Schwierigkeiten in der Interaktion (z.B. Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörungen (F83)
  • nicht näher bezeichnete Entwicklungsstörungen (F89) mit Leitsymptomatik Konzentrationsschwäche
  • nicht näher bezeichnete Entwicklungsstörungen (F89) mit Leitsymptomatik Interaktionsstörung
  • Hyperkinetische Störung (F90.-)
  • Störungen des Sozialverhaltens (F91.-)
  • Kombinierte Störung des Sozialverhaltens und der Emotionen (F92.-)
  • Emotionale Störungen des Kindesalters (F93.- außer F93.1)
  • Störung sozialer Funktionen mit Beginn in der Kindheit, Jugend (F94.-)
  • Sonstige näher bezeichnete Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend (F98.8)
  • Nicht näher bezeichnete Verhaltens- und emotionale Störungen mit Beginn in der Kindheit und Jugend (F98.9)

Rahmenbedingungen:

  • 9 Therapieeinheiten à 1,5 Stunden
  • 1 Therapieeinheit à 1 Stunde plus Elterngespräch von 1⁄2 Stunde
  • Gruppengröße 3 - 5 Kinder
  • zwei Ergotherapeutinnen
  • vor der Gruppentherapie muss jedes Kind mindestens 6 Stunden Einzeltherapie erhalten haben

Ziele der ergotherapeutischen Gruppenbehandlung:
Förderung

-       der Konzentration
-       der Eigensteuerung / Impulskontrolle
-       der Arbeitsplatzgestaltung
-       der sorgfältigen Handlungsplanung und -ausführung
-       der sozialen Interaktion
-       der Konfliktfähigkeit
-       der Selbstständigkeit / Eigenverantwortlichkeit
-       des Regelbewusstseins
-       des adäquaten Umgangs mit eigenen Bedürfnissen und den Bedürfnissen anderer
-       der Reflexionsfähigkeit
-       des Selbstbewusstseins/Selbstwertgefühls

Umsetzung der Gruppentherapie:

Das Leitziel der ergotherapeutischen Gruppenbehandlung ist, die Handlungsfähigkeit des Kindes durch den Transfer der Therapieinhalte in den Alltag zu verbessern.

Der Fokus der Therapie liegt vor allem auch in der Reflexionsfähigkeit des Kindes sowie der Verbesserung der Eigensteuerung. Alle uns bekannten Gruppenkonzepte haben ihren Fokus verstärkt auf den kognitiven Fähigkeiten. In der Praxis ist aber immer wieder deutlich zu sehen, dass vor allem eine Besserung der sozioemotionalen Fähigkeiten, z.B. der Eigensteuerung, zu einem langfristigen Therapieerfolg und Verbesserung der kognitiven Leistungen führt. Anhand gezielter Fremd- und Eigenreflexion lernen die Kinder, ihre Fähigkeiten besser einzuschätzen und ihr Verhalten bewusst zu steuern. Positives Verhalten wird in der Therapie von den TherapeutInnen gezielt verstärkt, sodass dieses beibehalten wird und die Kinder mehr Vertrauen in sich selbst entwickeln. Negativ auffallende Verhaltensweisen werden direkt reflektiert und gemeinsam Lösungsmöglichkeiten entwickelt. Die Umsetzung dieser Lösungsmöglichkeiten wird als Wochenziel für den Alltag formuliert. Der Transfer in den Alltag wird somit strukturiert und überprüfbar gemacht.

Nur, wenn die Kinder von sich aus lernen ihr Verhalten einzuschätzen und anzupassen, kann ein langfristiger Therapieerfolg für den Alltag erreicht werden.

Bei Fragen stehen wir gerne unter 08105/277 366 zur Verfügung.

Sara Hiebl und Matthias Schmidt